The Permanence of Memory

Last month the Verein Meerbuscher Künstler had their annual group exhibit at the Teloy-Mühle in Meerbusch-Lank, and I was happy to be invited back to exhibit as a guest artist. I showed a photo series titled The Permanence of Memory. (For a description of the photos in German, scroll to the end of this post).

There are many ways of honoring the memory of a person. Whether it is lighting a candle on the anniversary of their passing, cooking a special dish they liked to prepare, or simply talking about them - these are all things we partake in to keep the memory of someone we love and miss alive.

The Permanence of Memory is a photo series which explores three traditions of honoring the memory of a loved one. The series begins with a broader cultural tradition in Judaism, continues with the tradition in my family and, finally, shows my way of coping with the loss of a loved one. The photographs from The Permanence of Memory pertain to a very personal and individual part of myself. I hope that the viewer will relate their own feelings and memories of a missed and loved person because loss, memory and reflection are all a part of life.

Stone

Stone:    I learned from an early age about the Jewish custom of placing a carefully chosen stone atop a grave being visited. This symbolic act indicates that the deceased has not been forgotten about, with the stone representing the memory, love and legacy of the person who has died. Leaving a stone also tells other visitors in the cemetery that this person was loved and is worth being remembered. The tradition and its meaning continue to resonate with me and is a practice I still observe. It resembles other customs like leaving flowers, photos or personal belongings on a grave. The first photograph in the series was taken in Heiliger Sand, Europe’s oldest surviving Jewish cemetery in Worms, Germany. The many stones and handwritten prayers were placed on a prominent Rabbi’s gravesite. During a visit to Heiliger Sand, I was very moved by the recognition given to the Rabbi.  After photographing this remarkable site, I was inspired to use this picture as a foundation for a photo series about memory and mourning. 

Tree

Tree:    A tradition my family always took part in was planting a tree to honor a person’s life. Planting a sapling and watching it grow and blossom year after year is a wonderful way to pay tribute. While caring for the tree by cutting its branches in the spring, raking its leaves in the fall and watering its roots in the summer, the tree gives a reminder of the person it was planted for. Its presence transforms into a feeling of the person being present.

Fern

Fern:    In searching for a way to cope with loss, my approach has developed into recreating the image of the person using a pencil and paper. While drawing a person it is essential to capture their personality and character. In taking the time to reflect and draw, my mind is flooded by memories of that person and keeps those memories alive. Fern was my grandmother and our relationship enriched my life. Remembering her in my own artistic way reminds me of the beautiful time I spent with her and keeps her a part of my life.


Das Anzünden einer Kerze am Todestag, das Kochen des Lieblingsgerichts des Verstorbenen oder Gespräche über die Person sind Verhaltensweisen, um jemanden in der Erinnerung lebendig zu halten. Es bestehen jedoch noch weitere Arten das Andenken einer Person zu ehren.

The Permanence of Memory ist eine Fotoserie, die drei verschiedene Traditionen des Gedenkens an einen geliebten Menschen aufzeigt. Die Serie beginnt mit einem alten jüdischen Brauch, fährt mit einer Tradition meiner Familie fort und zeigt abschließend meine ganz eigene Art den Verlust eines geliebten Menschen zu bewältigen. Die Fotos von The Permanence of Memory beschreiben auch eine sehr persönliche und individuellen Seite von mir. Ich hoffe, dass sich der Betrachter durch seine ganz eigenen Gefühle und Erinnerungen an eine geliebte Person mit dem Kunstwerk identifizieren kann - denn Verlust, Erinnerung und Reflektion sind Teil des Lebens.

Stone:    Schon als Kind habe ich den jüdischen Brauch, einen sorgfältig ausgewählten Stein auf ein besuchtes Grab zu legen, kennengelernt. Dieser symbolische Akt soll bezeugen, dass der Verstorbene nicht vergessen wurde, der Stein repräsentiert die Erinnerung, Liebe und das Vermächtnis der Person die starb. Einen Stein zurückzulassen zeigt anderen Besuchern des Friedhofs, dass der Verstorbene noch immer geliebt wird und sich Menschen gerne an ihn erinnern. Diese Tradition und ihre Bedeutung sind fest in mir verankert und ich befolge sie noch heute gerne. Vergleichbare Bräuche sind das Niederlegen von Blumen, Bildern oder anderen persönlichen Gegenständen auf dem Grab. Das Foto Stone wurde auf dem ältesten noch existierenden jüdischen Friedhof Europas in Worms aufgenommen. Die unzähligen Steine und handgeschriebenen Gebete wurden auf dem Grabstein eines bekannten Rabbis hinterlassen. Nachdem ich diesen bemerkenswerten Ort fotografierte, fühlte ich mich inspiriert, das entstandene Bild als Grundlage für eine Fotoserie über Erinnerung und Trauer zu nutzen. 

Tree:    In meiner Familie war es schon seit langer Zeit eine Tradition, das Leben einer geliebten verstorbenen Person durch das Pflanzen eines Baumes zu ehren. Einen Setzling zu pflanzen, zu sehen wie er Jahr für Jahr wächst und gedeiht ist ein wunderbarer Weg Anerkennung zu zollen. Während man sich um den Baum kümmert, im Frühling die Äste schneidet, im Herbst die Blätter zusammen harkt und im Sommer die Wurzel gießt verbringt man Zeit in der Erinnerung an den Menschen in dessen Namen der Baum einst gepflanzt wurde. Die Gegenwart des Baumes vermittelt auch das Gefühl der Präsenz des Menschen.

Fern: Das Abbild einer Person mit Bleistift und Papier zu erschaffen ist mein Weg mit Verlust umzugehen. Wenn ich einen verstorbenen Menschen zeichne ist es essentiell auch dessen Persönlichkeit und Charakter zu erfassen. In der Zeit, die ich benötige um zu reflektieren und das Bild zu zeichnen, werden meine Gedanken von Erinnerungen an diese Person bestimmt. Fern war meine Großmutter und unsere Beziehung bereicherte mein Leben ungemein. Wenn ich in meiner eigenen künstlerischen Art an sie denke, erinnere ich mich an die wunderbare Zeit die ich mit ihr verbringen durfte und es hält einen Teil von ihr lebendig.